Material Design – der neueste Schrei aus dem Hause Google

Material Design ist eine neue Designsprache. Aus einer Kombination des Flat Designs und dem realitätsnahen Skeuomorphism-Stil hat Google einen benutzerfreundlichen Designstil für Apps und Websites erschaffen.

Von Skeuomorphism bis zum Flat Design
Vor dem Material Design war das Flat Design und noch vorher gab es Skeuomorphism: Wer kennt sie nicht mehr, die realen App Icons von Apple? Ob eine Makroaufnahme eines Wassertropfens, eine Gebirgskette im Sonnenuntergang oder der allgegenwärtige Karibikstrand – das Design entspricht der Realität, in Farben, Textur, Schattierungen und allfälligen Effekten. Mit diesen kleinen Stücken Wirklichkeit wurde damals vielleicht dem User der Schritt von der realen in die digitale Welt erleichtert.

Skeuomorphism vs Flat Design

Skeuomorphism vs Flat Design

Doch die Welt wird immer mobiler: Mit zunehmender Anzahl an Tablet- und Handy-Usern bekommt die Benutzerfreundlichkeit einen immer höheren Stellenwert. Geschwindigkeit und ein einfaches, übersichtliches Handling stehen plötzlich an oberster Stelle: Das Zeitalter des Flat Designs ist gekommen, die neue Einfachheit Trumpf. Zugunsten der Usability wird auf jegliches Schnick-Schnack wie Schattenwürfe, ausgefallene Schriften und komplexe Hintergründe verzichtet, die Elemente liegen auf einer einfachen Oberfläche. Wieso? Ganz einfach: Die Ladezeit verringert sich um ein Vielfaches. Ein weiterer Vorteil: Die Seite sieht bei jedem Endgerät gleich aus – bei klein bis hoch aufgelösten Bildschirmen. Also ein sehr handyfreundliches Design. Und nicht zuletzt: Einfache Bilder und simple Darstellungen sind einfacher und schneller zu verstehen als komplexe Grafiken und Schemen. Somit gelangen die User auf direkterem Weg zum Content.

Material Design – eine Idee von Google
Mit der Kreation von Material Design hat Google keine komplett neue Design-Richtung eingeschlagen. Es wurde vielmehr eine Marke geschaffen, die das beste aus seinen beiden Vorgängern vereint – also ein bisschen Realität, ein bisschen Schatten und Schnick-Schnack, aber auch ein bisschen übersichtlich und «flach» dargestellt. Diesen Schritt hat Google vor allem gemacht, damit seine Produkte auf möglichst allen Android-Ausgabegeräten gleich daherkommen.

Wie eingangs erwähnt basiert das Design auf kartenähnlichen Flächen im Flat Design-Look, verwendet aber zusätzlich viele Animationen und Schatten, um einen leichten Tiefeneffekt zu erzeugen und den Nutzer sofort erkennen zu lassen, welche Bereiche wichtige Informationen enthalten bzw. interaktiv sind. Durch diesen Mix werden Inhalte schnell geladen, die Oberfläche kommt in minimalistischer aber dennoch stylischer Optik daher. Sie ist leicht verständlich und vermittelt die Inhalte schnell und direkt. Und zu guter Letzt sieht es auf allen Ausgabegeräten gleich gut aus.

Flat Design vs Material Design

Weiter Informationen zum Material Design finden Sie unter material.io.