Gegen das Vergessen

Zuerst war er Betroffener: Als Daniel Wagners Vater 2003 die Diagnose ‚Demenz’ erhielt, waren er und seine Familie ratlos. Als Kind der Internet-Generation versuchte Daniel, sich im Netz schlau über das Thema zu machen – erfolglos. «Ich stiess auf medizinische Fakten, Fachbegriffe und Expertenmeinungen», so der Kommunikationsspezialist. Was er aber wirklich brauchte – Hilfe, mit der Diagnose umzugehen, mit seinem Vater zu kommunizieren, praktische Tipps, Erfahrungsaustausch mit anderen Angehörigen – existierte nicht.

Der Leiter Hotellerie teilt auch Erfahrungen

Als Vorstandsmitglied des 2006 gegründeten Vereins Freunde Alterszentrum Doldertal (das Heim, in dem sein Vater die letzten sechs Jahre vor dem Tod verbrachte), nahm Daniel Wagner mit den Kampagnons das Projekt Demenz Zürich in Angriff. Mit vielen Filmen, Tipps, Adressen und der Anbindung an die Sozialen Medien ha er so eine Plattform geschaffen, die er sich damals, am Anfang der Krankheit seines Vaters gewünscht hat. «Hier kommen Menschen zu Wort, die unmittelbar mit dem Thema konfrontiert sind: Erkrankte, Kinder, Ehepartner, Freunde, ja auch der Leiter Hotellerie des Alterszentrums Doldertal. Sie alle verfügen über einen wertvollen Erfahrungsschatz im Umgang mit der Krankheit.»

Nicht ohne Sparringpartner

Wir unterstützten Daniel Wagner bei der Umsetzung der Website, die das Zentrum der digitalen Aktivitäten bildet. Als Berater, Sparringpartner und Input-Lieferant waren wir bald ebenso tief im Thema und es wurde auch zu unserer Herzensangelegenheit, eine wirklich tolle Plattform aufzubauen, die Betroffenen und ihrem Umfeld eine echte Hilfestellung bieten.

blog_demenz-zuerich_website
www.demenzzuerich.ch